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Bei der Herstellung von Brot- und Backwaren wird zwischen indirekter Triebführung mit stufenweiser Teigherstellung mittels Vorteig, sowie direkter Triebführung mit einem Gesamtteig unterschieden.

Vorteige werden traditionell zur Lockerung von hefegetriebenen Teigen hergestellt. Vorteige werden nicht nur bei der Herstellung von Broten und Kleingebäck ver-wendet, sondern auch bei Feinbackwaren. Die Funktionen von Vorteigen können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Medium zur Entwicklung von gewünschten Mikroorganismen
  • gezielte Bildung von geschmackswirksamen Säuren
  • gezielte Bildung von Aromavorstufen und Aromastoffen
  • Bildung von Lockerungsgas
  • Verbesserung der Teigeigenschaften
  • Verbesserung der Krume der Gebäcke

    Der Begriff „Vorteig“ wird als der übergeordnete Begriff für alle Teige mit folgenden Eigenschaften gesehen:

  • Vorteige werden vor einem Hauptteig hergestellt. Sie sind somit Zutaten für Hauptteige.

  • Sie haben den Zweck: Getreidemahlerzeugnisse zu verquellen, einen kontrollierten Abbau der Inhaltsstoffe durch getreideeigene Enzyme zu fördern, den zugesetzten Mikroorganismen, z.B. Hefen, den notwendigen Zeitraum zu verschaffen, um Aromastoffe sowie Säuren im gewünschten Maß zu bilden

  • Vorteige sind wertbestimmend

    Definition eines Vorteigs: Vorteige bestehen aus Getreidemahlerzeugnissen, Trinkwasser und zugesetzten Mikroorganismen (Lactobacillen und / oder Hefen). Zusätzlich zur Quellung der Feststoffe finden kontrollierte mikrobiologische und enzymatische Prozesse statt. Die mikrobiologischen Aktivitäten werden ohne Beeinträchtigung auf den Hauptteig übertragen. Der Vorteiganteil beträgt je nach Brottyp und gewünschter Geschmacksnote zwischen 15-40%. Daher ist ein Vorteig ein funktioneller Bestandteil eines Hauptteiges, und gilt als wertbestimmend.